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Berge

Energie aus
eigener Kraft

Jahr: 2024 - Ort: Reit im Winkel - Transformationsplanung

Ein Wärmenetz mit fast 90 % Anschlussquote.
Keine Erdgasleitung. Begrenzte Energiepotenziale im Gebirge. Diese Episode zeigt, wie aus einem erfolgreichen Biomassenetz ein System entstehen kann, das sich Schritt für Schritt selbst versorgt – mit regionalen Ressourcen, eigener Stromproduktion und überraschenden Energiequellen unter der Erde.

Transformationsplan für ein bestehendes Wärmenetz mit dem Ziel: maximale regionale Autarkie.

  • Das Wärmenetz in Reit im Winkl gehört seit Jahren zu den stabilsten und erfolgreichsten Anlagen in der Region.
    Mit einer Anschlussquote von rund 90 % versorgt es den Großteil der Gebäude zuverlässig mit Wärme: vor allem auf Basis regionaler Hackschnitzel.

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    Gleichzeitig zeigt sich:
    Langfristige Versorgungssicherheit bedeutet mehr als funktionierender Betrieb.

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    Zentrale Fragen waren:

    • Wie kann der Biomassebedarf reduziert werden?

    • Wie kann das Netz unabhängiger vom Strommarkt werden?

    • Welche Energiepotenziale sind in alpiner Lage überhaupt realistisch nutzbar?

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    Die Rahmenbedingungen waren anspruchsvoll:

    • kein Erdgasnetz

    • begrenzte Flächen

    • kalte Lufttemperaturen im Winter

    • kaum nutzbare Flusswärme

    • schwierige Erdsondenbohrungen

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    Der Transformationsplan sollte deshalb nicht ein weiteres Szenario liefern, sondern einen realistischen Weg zur langfristigen Energieautarkie.

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  • ECB wurde mit der Entwicklung eines Transformationsplans für das bestehende Wärmenetz beauftragt.

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    Ziel war es:

    • die Versorgung langfristig abzusichern

    • den Biomasseeinsatz zu reduzieren

    • neue Energiequellen zu integrieren

    • ein betrieblich und wirtschaftlich umsetzbares System zu entwickeln

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    Der Fokus lag auf einer Lösung, die unter realen Bedingungen funktioniert – technisch, organisatorisch und finanziell.

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  • Projektleitung Transformation
    Netzplanung & Systemanalyse
    Förderlogik & Wirtschaftlichkeit

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    Die Zusammenarbeit erfolgte eng mit Naturwärme Reit im Winkl als Betreiber und regional verankertem Partner.

  • Die Vorzugsvariante kombiniert mehrere Technologien zu einem integrierten Energiesystem:

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    Erneuerung Hackschnitzelkessel
    Das bestehende System bleibt Rückgrat der Versorgung und wird durch ein modernes, baugleiches Modell ersetzt.

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    Holzvergaser
    Erzeugt Strom für den Eigenbedarf und liefert zusätzlich Wärme für das Netz.

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    Grundwasserwärmepumpe
    Probebohrungen ergaben überraschend hohe Temperaturen von 9–12 °C im Winter – eine der wichtigsten Energiequellen des Standorts.

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    Photovoltaik
    Die PV-Anlage liefert erneuerbaren Strom für den Betrieb des Systems.

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    Optionale Solarthermie
    Freiflächen der Kläranlage bieten Potenzial zur Ergänzung des Pufferspeichers.

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    Die Lösung nutzt gezielt die wenigen, aber relevanten Energiepotenziale vor Ort.

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    • Anschlussquote Wärmenetz: ca. 90 %

    • regionale Hackschnitzel als Hauptenergieträger

    • Integration mehrerer erneuerbarer Energiequellen

    • Reduktion des Biomassebedarfs als zentrales Ziel

    • Perspektive: weitgehende Energieautarkie

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    Der Transformationsplan bildet die Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung des Netzes.

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    • Wärmenetze entwickeln sich weiter – auch ohne Neubau.

    • Regionale Energiepotenziale sind oft begrenzt, aber entscheidend.

    • Transformation bedeutet Kombination, nicht Ersatz einzelner Technologien.

    • Grundwasser kann in alpinen Regionen ein unterschätzter Energieträger sein.

    • Hohe Anschlussquoten schaffen stabile Grundlagen für Innovation.

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