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Image by Victor Malyushev

Wenn Planung konkret wird

Jahr: ? - Ort: Traunreut - Netzplanung & Wärmeplanung

Ein bestehendes Netz. Neue Anschlüsse.
Und viele Details, die entscheiden, ob Planung funktioniert. Diese Episode zeigt, wie aus Daten, Zeichnungen und Leistungsverzeichnissen eine reale Umsetzung entsteht, inklusive Sonderlösungen im Bestand, Baumschutz und öffentlicher Ausschreibung.

Fachplanung und Ausschreibung für den Ausbau eines Fernwärmenetzes – von der Trassenidee bis zur öffentlichen Vergabe.

  • Am Sankt-Georgs-Platz in Traunreut soll ein bestehendes Fernwärmenetz erweitert und weitere Gebäude angeschlossen werden.

    Die Grundlage dafür war bereits gelegt:

    • Anschlussinteresse der Gebäude war abgefragt

    • Leistungsdaten und Dimensionierungen lagen vor

    • das Bestandsnetz war definiert

    Die Aufgabe bestand darin, diese Informationen in eine umsetzbare Planung zu überführen – inklusive aller Details, die für eine öffentliche Ausschreibung erforderlich sind.

    Gleichzeitig musste das Projekt im Bestand funktionieren:

    • enge räumliche Strukturen

    • zusätzliche Anschlusswünsche

    • sensible Umgebungsbedingungen

  • ecb wurde von den Stadtwerken Traunreut mit der Fachplanung (Leistungsphase 5) beauftragt.

    Kernleistungen:

    • Ausführungsplanung für Netz und Hausanschlüsse

    • Erstellung eines vollständigen Leistungsverzeichnisses

    • Kostenberechnung als Grundlage für die Ausschreibung

    Ziel war es, ein Planungspaket zu liefern, das:

    • direkt ausschreibbar ist

    • technisch eindeutig definiert ist

    • wirtschaftlich belastbar kalkuliert ist

  • Fachplanung Fernwärme
    Leistungsverzeichnis & Ausschreibung
    Kostenberechnung

    Enge Abstimmung mit:

    • Stadtwerke Traunreut (federführend)

    • Bauamt der Stadt

    • Vergabestelle

  • Die Planung umfasste die Erschließung eines bestehenden Netzgebiets mit neuen Hausanschlüssen sowie die Erweiterung durch einen zusätzlichen Leitungsabzweig.

    Im Projektverlauf wurde der Umfang erweitert:

    • zusätzliche Gebäude wurden integriert

    • ein Ärztehaus wurde nachträglich aufgenommen

    • einzelne Sonderfälle wurden individuell gelöst

    Besondere Herausforderungen:

    Höhenversatz im Bestand.

    Ein Gebäude lag deutlich höher als die Straße.

    Die Lösung: eine ansteigende Leitung mit speziellen Stahlrohren, die ohne komplexe Bogenkonstruktionen verlegt werden kann.

    Baumschutz (große Eiche)
    Die Trasse musste an einem sensiblen Wurzelbereich vorbeigeführt werden.
    Durch gezielte Suchschlitze und eine angepasste Linienführung mit Versprüngen konnte der Baum vollständig erhalten werden.

     

  • Das Projekt mündet in einem vollständigen Satz an Ausschreibungsunterlagen, der die Grundlage für die öffentliche Vergabe bildet. Dazu gehören die Ausführungsplanung, ein detailliertes Leistungsverzeichnis sowie eine darauf abgestimmte Kostenberechnung.

    Die Ausschreibung ist bereits veröffentlicht und befindet sich aktuell in der Angebotsphase. Die Auswertung der Angebote erfolgt durch ECB im Zeitraum zwischen Ostern und Pfingsten. Im Anschluss treffen Werksausschuss und Gemeinderat die Entscheidung über die Vergabe.

    Der Bau ist für Anfang Mai geplant und soll bis zum 21. September abgeschlossen werden, mit dem klaren Ziel, die Umsetzung vor Beginn der Heizperiode fertigzustellen. Damit wird aus der Planung ein realer Bauprozess, der die Erweiterung des Fernwärmenetzes in Traunreut konkret möglich macht.

  • Ein Detail hat das Projekt besonders geprägt:

    Eine große, prägende Eiche direkt an der Trasse.

    Für die Anwohner war klar: Der Baum bleibt.
    Für die Planung bedeutete das: Die Trasse muss sich anpassen – nicht umgekehrt.

    Die Lösung lag nicht in einer Standardplanung, sondern in präziser Abstimmung, kleinen Verschiebungen und dem bewussten Umgang mit dem Bestand.

  • Das Projekt zeigt, wie entscheidend die Detailtiefe in der Ausführungsplanung ist. Erst in dieser Phase wird sichtbar, ob ein Konzept wirklich funktioniert oder ob es an kleinen, aber kritischen Punkten scheitert.

    Besonders im Bestand entstehen Herausforderungen, die sich nicht standardisieren lassen.

    Höhenunterschiede, bestehende Strukturen oder schützenswerte Elemente erfordern individuelle Lösungen, die sowohl technisch als auch praktisch umsetzbar sind. Gleichzeitig wird deutlich, welche Rolle eine saubere Ausschreibungsgrundlage spielt. Ein klar strukturiertes Leistungsverzeichnis ist nicht nur ein formaler Schritt, sondern die Voraussetzung für eine reibungslose Umsetzung und belastbare Kosten.

    Das Projekt in Traunreut macht damit einen zentralen Punkt sichtbar:
    Wärmewende entscheidet sich nicht nur im Konzept, sondern in der Qualität der Planung bis ins Detail.

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